{"id":1550,"date":"2022-01-20T18:37:24","date_gmt":"2022-01-20T17:37:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/?p=1550"},"modified":"2022-01-20T18:39:53","modified_gmt":"2022-01-20T17:39:53","slug":"neues-pflegekonzept-fuer-kufstein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/?p=1550","title":{"rendered":"Neues Pflegekonzept f\u00fcr Kufstein"},"content":{"rendered":"\n<p>Derzeit gibt es in Kufstein gen\u00fcgend Pflegebetten, allein in Zell sind 12<br>Zimmer frei. Diese k\u00f6nnen wir aber nicht nutzen, weil das Personal fehlt.<br>Die Situation ist hier in Kufstein und anderen Gemeinden ganz \u00e4hnlich, eine<br>Beendigung dieses Personalnotstandes ist nicht zu erwarten. Einerseits<br>verlassen junge Menschen scharenweise ihre Ausbildung, andererseits wollen<br>auch bestehende Kr\u00e4fte den Beruf aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre<br>verlassen. Die Ma\u00dfnahmen des Landes sind aus meiner Sicht in keiner Weise<br>geeignet, dieses Problem zu l\u00f6sen. Auch das derzeit angedachte Darlehen f\u00fcr<br>Pflegekr\u00e4fte in Ausbildung ist aus meiner Sicht in Irrweg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich gehe nicht davon aus, dass Bund und Land das Problem l\u00f6sen werden, trotzdem muss es gel\u00f6st werden, weil ja die Auswirkungen katastrophal w\u00e4ren. Meine Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die L\u00f6sung der Probleme auf Landesebene w\u00e4re eine bessere Bezahlung der Pflegekr\u00e4fte, eine Verk\u00fcrzung von deren Normalarbeitszeit und eine<br>durchgehende Bezahlung schon w\u00e4hrend der Ausbildung. Das ist alles nicht<br>billig, im Vergleich zum sich sonst auftuenden Problem allerdings aus meiner<br>Sicht noch immer die beste L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p><br>In dieser Frage habe ich gemeinsam mit der Heimleitung, Vzbgm. Brigitta Klein<br>und Finanzdirektor Peter Borchert eine andere L\u00f6sung gesucht. Wir haben dabei \u00fcber<br>Vermittlung unseres Pflegedienstleiters einen Mann gefunden, der als<br>vormaliger Leiter des Pflegeheimes in V\u00f6ls bereits vor zehn Jahren von der<br>Gemeinde den Auftrag erhalten hat, ein&nbsp;<strong>neues Konzept<\/strong>&nbsp;zu erstellen. Damals<br>stand die Pflege in V\u00f6ls am Anschlag, das Heim war praktisch st\u00e4ndig bis auf<br>den letzten Platz besetzt, es drohte mittelfristig ein Mangel an freien<br>Pflegebetten. Das dort nun von vielen Experten mit B\u00fcrgerbeteiligung und<br>Beteiligung des Personals erstellte Konzept war letztlich so erfolgreich,<br>dass heute die Gemeinde V\u00f6ls so viele freie Betten im Altenwohnheim hat,<br>dass dort B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus anderen Gemeinden aufgenommen werden<br>k\u00f6nnen.&nbsp;<br><br>Damit das m\u00f6glich ist muss eine&nbsp;<strong>Struktur aufgebaut<\/strong>&nbsp;werden, die auch noch<br>andere L\u00f6sungen m\u00f6glich macht, als alte Menschen in ein Altenwohnheim in die station\u00e4re Pflege zu bringen.&nbsp;<br><br>Diese vorgelagerte Struktur sieht im Wesentlichen so aus,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>dass es eine v\u00f6llige Trennung zwischen jenen Personen gibt, die individuell f\u00fcr \u00e4ltere Mitmenschen die f\u00fcr sie g\u00fcnstigste Form der Betreuung bzw. Pflege suchen,<\/li><li>und jenen, die in dieser Struktur das daf\u00fcr notwendige Angebot bereitstellen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Dieses&nbsp;<strong>Angebot besteht aus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Kurzzeitpflege (zB Entlastung pflegender Angeh\u00f6riger w\u00e4hrend des Urlaubs oder notwendige Pflege nach einem Spitalsaufenthalt, die aber nicht auf Dauer notwendig sein wird),<\/li><li>Tagespflege (Angeh\u00f6rige verbringen einen oder mehrere Tage in einer<br>Einrichtung, verbringen den Rest des Alltages aber zuhause und werden dort gepflegt,<\/li><li>Betreutes Wohnen (im Sinne eines wirklichen Betreuten Wohnens in<br>sch\u00f6nen Wohnungen mit einer Vor-Ort-Betreuung) oder eben&nbsp;<\/li><li>station\u00e4re Pflege in einem Altenwohnheim. Daneben k\u00f6nnte man auch noch<\/li><li>&nbsp;andere Wohnformen andenken, wie etwa Wohngemeinschaften \u00e4lterer Menschen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Dazu wird die Struktur der Pflege auch insofern aufgel\u00f6st, als Pflegekr\u00e4fte<br>unabh\u00e4ngig davon, ob sie im Altenwohnheim oder beim Sozialsprengel arbeiten, freiwillig in beiden Einrichtungen t\u00e4tig sein k\u00f6nnen<\/strong>. Es w\u00e4re also m\u00f6glich, dass jemand einige Tage im Altenwohnheim, und andere wiederum im Sozialsprengel, sei es in der Heimbetreuung oder in der Tagesbetreuung arbeitet.<br><br>Dies ist einerseits die f\u00fcr Gemeinden finanziell g\u00fcnstigste L\u00f6sung, da ja<br>diese Wohnungen beispielsweise von den betreuten Menschen selbst bezahlt werden, andererseits aber wohl auch die humanste L\u00f6sung, wenn man davon ausgeht, dass Menschen eigentlich die gelindeste Form des Eingriffes in ihre Lebensf\u00fchrung bevorzugen werden.<br><br>Ich habe hier schon Vorgespr\u00e4che mit der Neuen Heimat gef\u00fchrt, dort kann vielleicht noch im heurigen Jahr beim Neubau der Siedlung in Sparchen solche Wohnungen vorsehen, &nbsp;wenn das aufgrund von zu vielen Absiedlern nicht m\u00f6glich sein sollte, w\u00e4re dies in zwei Jahren der Fall. Das muss man nat\u00fcrlich in weiterer Folge auf alle Ortsteile von Kufstein umlegen.<br><br>Dies braucht einen entsprechenden&nbsp;<strong>Prozess, den wir in K\u00fcrze einleiten<br>wollen,<\/strong>&nbsp;damit wir die Menschen laufend von unserem Vorhaben informieren und gleichzeitig auch das Personal nicht \u201e\u00fcberfahren\u201c. Man muss hier sicherlich auf Freiwilligkeit setzen, bei Neuanstellungen k\u00f6nnte auch eine Verpflichtung zur T\u00e4tigkeit in mehreren Einrichtungen vorgesehen werden. Den Sozialsprengel als solches k\u00f6nnte man unter Umst\u00e4nden in die Stadt oder allenfalls gemeinsam mit der st\u00e4dtischen Einrichtung in eine gemeinn\u00fctzige Gesellschaft eingliedern.<br><br>Die Diskussion und der Dialog dar\u00fcber soll jedenfalls in K\u00fcrze gef\u00fchrt werden, weil wir nicht darauf warten d\u00fcrfen, bis Bund oder Land das Problem l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mag. Martin Krumschnabel,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fcrgermeister<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Derzeit gibt es in Kufstein gen\u00fcgend Pflegebetten, allein in Zell<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-1550","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv","comments-off"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1550","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1550"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1550\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1558,"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1550\/revisions\/1558"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1550"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1550"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dieparteifreien.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1550"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}