die Parteifreien Kufstein

ARCHIV Stadträtin Brigitta Klein:

STADTRÄTIN KLEIN FORDERT ERSATZ FÜR KRABBELSTUBE


Qualifizierte Betreuungsplätze statt Containerlösung

Die Stadt Kufstein plant derzeit als Ersatzlösung für die in Zell aufgestellten Container am Arkadenplatz im Zentrum der Stadt Kufstein einen neuen 3-gruppigen Kindergarten zu errichten. Entsprechende Pläne wurden bereits erstellt und werden in Kürze beim Land Tirol zur Genehmigung eingereicht. Damit soll gewährleistet sein, dass die durch die Änderung des Kindergartengesetzes herabgesetzte Kinderzahl pro Gruppe in ganz Kufstein durchgängig erreicht wird und dadurch die pädagogische Qualität für die Kinder steigt. Durch die neuen Räumlichkeiten wird es nicht mehr notwendig sein, Kinder in Zell im Container unterzubringen. Entweder im Herbst 2014 oder spätestens nach den Weihnachtsferien Anfang 2015 soll der neue Kindergarten „Mitte“, wie er laut einem Beschluss des Schulausschusses genannt werden soll, in Betrieb gehen.

Gleichzeitig mit diesem großen Schritt für die Qualität der Kinderbetreuung auf Kindergartenebene fordert die zuständige Schulreferentin StR Brigitte Klein (Parteifreie) auch eine qualitativ höherwertige Lösung für die Krabbelstube. Wie sich gezeigt hat, wird diese Institution nicht mehr in der Weise genützt, wie sie ursprünglich angedacht war. Viele Eltern bringen aufgrund der günstigen Preise ihre Kinder laufend in diese Einrichtung, obwohl dort die Voraussetzungen, wie sie für moderne Kinderkrippen gesetzlich vorgesehen sind, nicht mehr angeboten werden können. Die Krabbelstube war ursprünglich dafür geplant, Eltern für Arztbesuche oder ähnliche Notfälle eine Unterbringungsmöglichkeit zu gewährleisten, tatsächlich wird aufgrund der günstigen Preise dieses Konzept aber oftmals verwässert, indem Kinder mehrere Tage pro Woche dort verbringen. Um eine sozial ausgewogene Ersatzlösung zu finden, die noch dazu den Qualitätsstandard heutiger Kinderkrippen erreicht, schlägt Stadträtin Klein ein völliges Umdenken in diesem Bereich vor und möchte durch eine bessere finanzielle Ausstattung aller bestehenden 6 Kufstein Kinderkrippen in Summe 12 Plätze durch die Stadt Kufstein fix reservieren, sodass in entsprechenden Notfällen für einen vorübergehenden Bedarf Kleinkinder bis 3 Jahre dort bestmöglich untergebracht werden sollen. „Auch Eltern, die sich unter Umständen den dauernden Besuch einer Kinderkrippe nicht leisten können, sollen durch diese Variante in die Möglichkeit versetzt werden, ihre Kinder in entsprechenden Notfällen bestmöglich unterbringen zu können. Die Qualität soll und darf keine Frage des Geldes sein, sodass wir gemeinsam mit den Kufsteiner Kinderkrippen entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten vereinbaren sollten. Geld dafür ist im Budget ausreichend vorhanden, zumal die Krabbelstube für die Stadt Kufstein relativ kostspielig ist. Es ist aber nicht notwendig, dieses Geld einzusparen, sondern es soll den Kindern und den Kinderkrippen zur Gänze wieder zur Verfügung gestellt werden“, so Klein.

Zur Zeit investiert die Stadtgemeinde Kufstein ca. € 80.000,00 (Personal- und Raumkosten) in die Krabbelstube, die im Durchschnitt lt. Aussagen der dort leitenden Kindergartenassistentin Anita Baumgartner von 8 Kindern besucht wird.

Diese Einrichtung wird zurzeit weder von für das Alter (1 bis 3 Jahre) entsprechend ausgebildetem Personal geführt, noch stimmen die räumlichen Rahmenbedingungen mit den gesetzlichen vorgegebenen Anforderung für diese Altersgruppe überein. Lange schon hat der Gesetzgeber erkannt, dass gerade das Alter zwischen 1 und 3 Jahre eine sehr sensible Zeit ist und dafür den gesetzlichen Rahmen geschaffen. Nur unter diesem im neuen Kinderbetreuungs- und Bildungsgesetz vorgegebenen Rahmen geführte Einrichtungen werden vom Land als diese anerkannt und finanziell gefördert. Diese gesetzlichen Bedingungen erfüllt die städtischen Krabbelstube in keinster Weise mehr und somit wird diese auch vom Land nicht finanziell unterstützt.

Um aber Förderungen des Landes Tirols zu erhalten, müssten Umstrukturierungen stattfinden und die Krabbelstube in eine Krippe umgewandelt werden.

Dies würde bedeuten:

Adaptierung der Räumlichkeiten in eine Krippe: ein Gruppenraum, Bewegungsraum, sanitäre Vorrichtungen für Wickel- und Hygienebereiche, Schlafraum etc.

Unabhängig davon müssen eine ausgebildete Kindergartenpädagogin mit Früherziehung oder ausgebildete Krippenerzieherin angestellt werden sowie auch eine Assistentin unabhängig der Kinderanzahl (maximal aber 12 Kinder).

Altersgerechtes, pädagogisch Spielmaterial und die Möblierung der Gruppe für das Alter von 1-3  muss genauso berücksichtigt werden.

Verpflegungskosten müssen finanziell mit berücksichtigt werden.

Dies sind Kosten, die weit über die zurzeit investierten Zahlungen hinausgehen.

Daher der Abänderungsantrag für den Stadtrat am Montag.

Der Stadtrat möge beschließen, die € 80.000,00 die zur Zeit die städtische Krabbelstube pro Jahr kostet, auf die 6 Kufsteiner Kinderbetreuungseinrichtungen aufzuteilen und diese zu verpflichten, jeweils dauernd zwei Plätze für Notfälle zur Verfügung zu stellen.

Begründung:

Eltern, die in Notsituationen gelangen, kann schnell und professionell geholfen werden, indem sie in ihrem Stadtteil eine Unterbringungsmöglichkeit haben. Jede Einrichtung stellt jeweils zwei Plätze zur Verfügung. Somit ist gewährleistet, dass ein Platz für solche Fälle von vornherein reserviert ist.

Sollte der Notfall für längere Zeit anhalten, ist auch dort durch die ganztägige Öffnungszeit die Möglichkeit gegeben, das Kind sogar für längere Zeit unterzubringen.

Wichtig ist auch die kindgerechte Verpflegung. Die Plätze werden inklusive Vormittags-, Nachmittagsjause und Mittagessen zur Verfügung gestellt. Somit ist gewährleistet, dass Kinder gut versorgt  zu ihren Eltern zurückkehren.

Die Notfallplätze sind das ganze Jahr über verfügbar und richten sich nicht nach Sommerferien oder sonstigen Unterbrechungen – Eltern haben ganzjährig die Möglichkeit ihr Kind in Sicherheit  und gut qualitativ versorgt zu wissen (denn  Notfälle lassen sich nicht planen)

Die Kinder werden altersgemäß, kindgerecht und liebevoll betreut, denn das Personal in den Krippen ist pädagogisch dafür ausgebildet. Somit wird die Wartezeit der Kinder auf ihre Eltern einfühlsam begleitet und sie verfliegt wie im Nu.

Die Kinder und ihre Eltern werden in ein soziales Netz eingebettet (um ein Kind groß werden zu lassen – braucht es ein ganzes Dorf), auf welches sie immer wieder zurückgreifen können. Sie können mit anderen Eltern in Kontakt treten um sich somit  gegenseitig in diversen Lebenslagen unterstützen.

Integration anstelle Exklusion: Kinder die bis jetzt die städtische Krabbelstube besuchten, profitieren auch hinkünftig von dem niederen Preisniveau nach wie vor, denn die Stadt finanziert die Plätze.

Somit können auch jene Eltern, die bis jetzt die Krabbelstube als äußerst günstigen Betreuungsort für ihr Kind gewählt haben  in Zukunft ihr Kind weiterhin in die Betreuung geben, wenn sie sich das finanziell nicht leisten können.

Durch die angedachte Lösung würde die bestmögliche Versorgung der Kufsteiner Kinder im Vorkindergartenalter gewährleistet, was für diese wesentlich besser wäre, als jede andere Adaptierung des Konzeptes der Krabbelstube, die in der vorliegenden Form sicherlich nicht aufrecht erhalten werden kann, da sie den neuen gesetzlichen Bestimmungen in keiner Wiese mehr entsprechen würde.

Kufstein, am 11.06.2014

StR Brigitta Klein

Schulreferentin der Stadt Kufstein

Familienpolitik in Kufstein

Am 24.04. ließ die Familienministerin Sophie Karmasin im Zuge der 30jährigen Jubiläumsfeier des Bundesministeriums für Familie und Jugend, an der ich teilnehmen durfte, aufhorchen. So soll sich ihrem Ziel gemäß Österreich  zum familien- und jugendfreundlichsten Land Europas entwickeln. Mit Slogans wie „Familie geht uns alle etwas an“ oder „Familien- und Jugendpolitik vom Pannenstreifen auf die Überholspur“ dokumentierte sie, wie dies in Zukunft politisch zu verwirklichen wäre.

So liegt ein Kernpunkt ihres Regierungsprogramms in der  Vereinbarkeit von Familie und Beruf und es ist gerade diese Problematik, die viele Frauen und  Familien vor eine große Herausforderung stellt. Zum einen wäre es gut, Kinder zu haben und zum anderen müssen diese aber auch versorgt und groß gezogen werden. Eltern dürfen, können  oder müssen einer Berufstätigkeit nachgehen, dadurch müssen Kinder fremd versorgen werden und all dies hat mit erhebliche Belastungen für die Familie zu tun.

Und gerade darin liegt meiner Meinung nach unsere Aufgabe als PolitikerInnen in Kufstein. Wir müssen unseren hier lebenden Familien zeigen, dass wir sie herzlich willkommen heißen, ihre Sorgen wahrnehmen und sie bei der Umsetzung ihrer Aufgaben unterstützen. Wir müssen auf die Bedürfnisse insofern reagieren und das breite Angebot von Kinderbetreuungseinrichtungen weiterhin aufrechterhalten, stetig erweitern und ausbauen. Wir müssen uns für unsere Familien bemühen, dass  Fremdunterbringungsmöglichkeiten zum einen vielseitig und aber zum anderen auch leistbar werden.

Das heißt, wir müssen Familien darin unterstützen, dass die Kinder bereits in frühester Kindheit kindgerecht, ganzheitlich und qualitativ bestens gefördert werden, sei es in Kinderbetreuungseinrichtungen, öffentlichen oder privaten Kindergärten, Tagesmüttern/ -vätern, Leihomas/ -opas, Nachmittagsbetreuung usw. und diese müssen dementsprechend finanziell unterstützt werden. Es muss uns ein Anliegen sein, dass Eltern in Ruhe ihrer Berufstätigkeit oder Weiterbildung nachgehen können und wir müssen uns darum kümmern, dass die Fremdunterbringungskosten für Eltern endlich erschwinglich werden. Es liegt bei uns, welchen Stellenwert wir der Familie geben und solange ÖVP-Politikerinnen und –Politiker über die Köpfe der Eltern und Kinder hinweg entscheiden und meinen durch das Streichen von Subventionen in den Einrichtungen familienfreundlich zu agieren, dann hat leider die Familienministerin Karmasin nicht mit ihren eigenen ParteikollegInnen hier in Kufstein gerechnet. Denn solange ÖVP unterstützt von der GKL diesen Kurs beibehält wird die Bevölkerung in Zukunft noch mehr abwägen, ob man sich Kinder überhaupt leisten kann und wir werden wohl in punkto „familien- und jungendfreundlich“ auf dem Pannenstreifen steh’n bleiben.

Ich werde mich jedenfalls weiterhin bemühen, die Interessen der Frauen und Familien zu unterstützen und mich um ihre Belange zu kümmern. Gerade in diesem Sinne freut es mich den neuen Termin für ein Treffen zur „familienfreundlichegemeinde“ bekannt zu geben. Do, 12.06.2014 um 17.30h im Bürgersaal Kufstein, 3ter Stock. Anmeldung erbeten unter: berger@stadt.kufstein.at

Diskriminierung passiert unterschwellig

„Zeichnete sich die Veranstaltung „- “Frauen bewusst-Selbstbewusst“ in der es darum ging, welche Rolle die Frau in der heutigen Gesellschaft einnimmt und dass es zur „Gleichberechtigung“ noch ein langer Weg ist,  bereits durch das Fehlen der politischen Verantwortlichen aus, wird nun die Rolle der Frau und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterschwellig boykottiert und geschwächt und zwar durch das „finanzielle aushungern“ von privaten Kinderbetreuungseinrichtungen“, so StR Klein nach der letzten Stadtratssitzung.

So beschlossen die verantwortlichen ÖVP und FPÖ PolitikerInnen  in der letzten Stadtratssitzung die im Budget vorgesehen Subventionen an privaten Kindergärten nur zur Hälfte auszubezahlen. Dabei sprechen wir von 30.000,–€ pro Jahr, die auf 5 private Einrichtungen aufgeteilt werden sollen, die einen privaten Kindergarten führen.

„Es zeichnet gerade Kufstein als Bildungsstadt aus, eine solche Vielfalt Fremdunterbringungsmöglichkeiten für Kinder zu haben. Und gerade im Bereich der Frühförderung und der Kindergarteneinrichtungen sind die privaten Einrichtungen wertvolle und unersetzliche Partner für in der Stadt lebenden Müttern, Vätern und werdenden Eltern.

Gerade in der Frage, wenn Frauen nach der Karenzzeit wieder in  ihren Beruf zurückkehren wollen oder müssen, sind neben den Tagesmüttern diese Einrichtungen die flexibelsten und bedarfsorientiertesten, um Frauen nach ihren Wünschen und Vorstellungen, den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Und es ist nur die natürliche Folge, wenn Kinder aus dem Kinderkrippenbereich entwachsen, einige Eltern sich dafür entscheiden, ihre Kinder in derselben Einrichtung in den weiterführenden Kindergarten zu geben.

Wenn wir in Tirol bereits die zweitwenigsten Kinder von allen Bundesländern aufweisen, dann bin ich auf die Erklärung von der ÖVP-Obfrau des Schulausschuss Saskia Fuchs-Roller gespannt, die durch das „nicht auszahlen“ der vorgesehenen Subventionen, die privaten Einrichtungen schwächt und dadurch den Eltern, die diese Möglichkeit der Kinderbetreuung wählt,  die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert bzw. geradezu unmöglich macht.

„Welche scheinheilige Fassade die ÖVP und FPÖ an den Tag legen, wenn es um Kinder und Familien geht und weit weg von einem Ziel „Vereinbarkeit Familie und Beruf agieren“, so StR Klein. „Ich werde jedenfalls alles tun, um die öffentlichen Kindergartenplätze auszubauen und trotzdem gleichzeitig private Kinderbetreuungseinrichtungen forcieren und somit die Wahlfreiheit der Eltern zur  Möglichkeiten der Fremdunterbringung  zu unterstützen.“

Frauen muss der Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert werden und wir tragen mit diesem breiten Angebot dazu bei, dass Frauen in Kufstein wieder in der Arbeitswelt Fußfassen können, viele Familien in der Stadt sich wohl fühlen, neue ansiedeln und dadurch die Stadt auch wirtschaftlich wachsen kann.

Frauen an den Herd?

 

Stadträtin Klein schüttelt den Kopf zu den jüngsten Vorwürfen des Vizebürgermeisters Richard Salzburger anlässlich der Podiumsdiskussion- „Frauen bewusst-Selbstbewusst. „Es beweist einmal mehr die Haltung des Jungvizebürgermeisters Salzburger gegenüber Frauen! Hier beginnt die Diskriminierung bereits. Statt an der wichtigen Diskussion teilzunehmen, immerhin besetzt er die Position des Vizebürgermeisters der Stadt Kufstein, findet er dieses Thema nicht einmal Rathaustauglich.“

„Es muss gestattet sein, dieses Thema Parteienübergreifend in einem würdigen Rahmen zu diskutieren. Ich frage mich: Würde Salzburger gleich agieren, wenn es sich um ein Thema Männer betreffend gehandelt hätte? Dann wäre die Kritik wohl nie gekommen.“

“ Immerhin leben in Kufstein mindestens 50 % Frauen, ich spreche daher nicht nur für mich alleine. Die Zeiten sind vorbei, in denen man sich als Frau ein Versteck suchen muss um diskutieren zu dürfen. Salzburger hat hier eine enttäuschende Haltung Frauen gegenüber und das in dieser wichtigen Vorbildfunktion im 21 Jahrhundert! Frauen gehören ins Rathaus, nicht hinter den Herd!“